Hausmittel für Zahnaufhellung unter die Lupe genommen: Aktivkohle, Ölziehen, Zitronensaft und Backpulver

Wenn Sie Pinterest oder andere Social-Media-Plattformen nutzen, ist Ihnen bestimmt schon aufgefallen, wie viele Tipps, Tricks und Hausmittelchen zur schnellen und kostengünstigen Zahnaufhellung dort angepriesen werden.

Wir haben die Spezialistin für ästhetische Zahnheilkunde Dr. Jaimeé Morgan gebeten, einige dieser beliebten Hausmittel zur Zahnaufhellung mit uns zu besprechen und uns zu sagen, welche davon funktionieren, welche nicht, welche sicher sind und von welchen man lieber die Finger lassen sollte.

Hausmittel Nr. 1: Zähneputzen mit Aktivkohle

Eines ist sicher: Zähneputzen mit Aktivkohle ist eine riesige Sauerei. Aber ist es effektiv?

 

Dr. Jaimeé Morgan: „Die große Frage, die ich mir stelle, ist WARUM sollte ich Aktivkohle verwenden? Es gibt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die belegen, dass das Zähneputzen mit Aktivkohle besser, sicherer oder effektiver ist als mit Zahnpasta.“

Im Gegenteil: eine aktuelle Studie, die im British Dental Journal1 veröffentlicht wurde und über die im Mai dieses Jahres auch im Online-Magazin BBC News berichtet wurde, zeigt, dass es nicht nur keine wissenschaftliche Belege für den Nutzen von Aktivkohlepasten gibt, sondern dass sie die Zähne auch erheblich schädigen können. Zahnpasta mit Aktivkohle sei nicht nur eine „Marketingmasche“, vielmehr könne sie auch „das Risiko für Karies und Verfärbungen erhöhen“, da „die immer beliebter werdenden Aktivkohleprodukte in der Regel kein Fluorid enthalten, das die Zähne schützt“. Weiterhin geht aus dem Artikel hervor, dass die Pasten höhere abrasive Eigenschaften haben als normale Zahnpasten und deshalb ein Risiko für Zahnschmelz und Zahnfleisch darstellen können. Laut der Studie wird empfohlen, weiterhin eine normale Fluorid-Zahnpasta zu verwenden und zum Zahnarzt zu gehen, um sich die Zähne auf sichere und effektive Weise aufhellen zu lassen.

Dr. Morgan erklärt: „Zahnärzte wissen, dass das Zähneputzen mit Aktivkohle nicht gerade eine saubere Angelegenheit ist, ein großes Problem ist aber auch, dass sich die Aktivkohle an den Zahnfleischrändern festsetzt. Am Ende müssen meine Dentalhygieniker dann immer die Reste vom Zahnfleischrand der Patienten kratzen. Und diese lassen sich sehr schwer entfernen! Meine Praxisleiterin und Dentalhygienikerin hat Zahnpasta mit Aktivkohle ausprobiert und die Ergebnisse waren alles andere als gut. Nachdem sie die Zähne mit der Aktivkohle-Zahnpasta geputzt hatte, haben wir die Zähne sogar noch mit Färbemittel zur Sichtbarmachung der Zahnbeläge (Plaque-Indikator) eingefärbt, um zu sehen, wie effektiv die Zahnpasta war, und, ich denke, die Bilder sprechen für sich selbst.“

Wie Sie sehen können, sind nach dem Putzen mit Aktivkohle und nach dem Spülen schwer zu entfernende Aktivkohlereste an den Zahnfleischrändern und Zähnen der Patientin zurückgeblieben. Nach dem Spülen färbte Dr. Morgan die Zähne der Patientin mit Plaque-Indikator an, um zu zeigen, wie effektiv die Aktivkohle war. Die lilafarbenen Verfärbungen zeigen an, wo sich noch Zahnbeläge an den Zähnen der Patientin befinden.

 

Die einzige Substanz, die nachweislich den Zahnschmelz aufhellt, ist Peroxid – sowohl Wasserstoffperoxid als auch Carbamidperoxid. Auch wenn die Aktivkohle durch ihre Schleifwirkung dazu beitragen könnte, bestehende Flecken zu entfernen, aufhellen kann sie die Zähne nicht. Vielmehr laufen die Patienten, wenn sie mit Aktivkohle putzen, Gefahr, dass der Schmelz zu stark abgetragen wird und ihre Zähne irreparabel geschädigt werden. Tatsächlich können Patienten der Illusion erliegen, ihre Zähne seien tatsächlich weißer, was in Wirklichkeit jedoch auf den Kontrast zurückzuführen ist, der durch die Aktivkohlereste (die an den Zahnfleischrändern und in den Zahnzwischenräumen zurückbleiben und sich nur schwer entfernen lassen) entsteht. Mit diesem Kontrast, vergleichbar mit einem leuchtend roten Lippenstift mit blauen Untertönen, der die Zähne weißer erscheinen lässt, wird das Auge durch die gegensätzlichen Farben, wenn sie nebeneinander liegen, lediglich ausgetrickst. Sparen Sie sich die Aktivkohle und entscheiden Sie sich lieber gleich für weniger abrasive Zahnpasten, z. B. OpalescenceTM Whitening Zahncreme, die Flecken von der Zahnoberfläche entfernen, ohne den Zahnschmelz anzugreifen oder zu zerkratzen, sowie eine professionelle Zahnaufhellung für Zuhause, z. B. Opalescence GoTM , mit dem Sie garantiert strahlende Ergebnisse erzielen werden!

1 Greenwall, L., Greenwall-Cohen, J. & Wilson, N. Charcoal-containing dentifrices. British Dental Journal 226, 697–700 (2019). https://www.nature.com/articles/s41415-019-0232-8#citeas

 

Hausmittel Nr. 2: Zahnaufhellung durch Ölziehen

coconutEin beliebter Trend zum Reinigen und Aufhellen der Zähne ist das sogenannte Ölziehen bzw. mit Kokosöl 20 Minuten lang den Mund zu spülen und es dabei durch die Zwischenräume zu ziehen. Dr. Jaimeé Morgan hat es getestet.

 

Dr. Jaimeé Morgan: „Ölziehen oder lange Mundspülungen mit Kokosöl werden von einigen als Mittel gegen Bakterien, zur Entfernung von Zahnbelag, für einen frischen Atem sowie weißere Zähne angepriesen. Aber es dauert 20 Minuten! Wie sollen die Menschen das in ihren vollen Terminkalendern unterbringen? Da ist es doch einfacher – und obendrein effektiver – drei Minuten lang seine Zähne zu putzen. Und, wenn eine Ölziehkur die Zähne angeblich aufhellen und Zahnbeläge entfernen soll, müsste sie dann nicht auch die Flecken vom Aktivkohle-Experiment sowie die Zahnbeläge und den Plaque-Indikator entfernen? Wir haben es ausprobiert, und nachdem wir mit Aktivkohle geputzt, Plaque-Indikator aufgetragen und Öl gezogen hatten, befanden sich noch immer Flecken, Zahnbeläge und Aktivkohlereste am Zahnfleischrand. Eine Zahnbürste und eine gute Zahnpasta wie die Opalescence Whitening Zahncreme hätten wesentlich bessere Arbeit geleistet.“

Die 3000 Jahre alte ayurvedische Praxis des Ölziehens (etwa 20 Minuten lang mit einen Esslöffel Öl wie Kokos- oder Distelöl den Mund spülen) soll in der Theorie die Zähne und das Zahnfleisch von Bakterien reinigen, indem sich das Öl an die Zellmembranen der schlechten Bakterien im Mund haftet, die dann am Ende zusammen mit dem Öl ausgespuckt werden. Ölziehen soll außerdem die Zähne aufhellen, für einen besseren Atem sorgen, Kopfschmerzen lindern, das Hautbild verbessern und vitalisierend wirken. Ein wahres Zaubermittel, oder? Aber funktioniert das wirklich? Die Antwort lautet: Wir wissen es nicht. Es gibt keine Daten, die den Nutzen von regelmäßigem Ölziehen belegen oder widerlegen. Alle angeblichen Vorteile stützen sich ausschließlich auf Einzelberichte. Im Gegensatz dazu gibt es viele Daten und Studien, die belegen, dass regelmäßiges Zähneputzen und Reinigen mit Zahnseide, der Besuch beim Zahnarzt und das Aufhellen mit einem professionellen, unter ärztlicher Aufsicht angewendeten System zur Zahnaufhellung wie Opalescence nicht nur wirksam, sondern auch sicher sind. Warum die Zeit mit unerprobten Methoden verschwenden, wenn man sich auch an wissenschaftlich belegte Verfahren halten kann, die wirklich funktionieren?

 

Hausmittel Nr. 3: Zähneputzen mit einer Mixtur aus Backpulver und Zitronensaft

 

lemonDr. Morgan warnt davor, die Zähne mit Backpulver und Zitronensaft zu putzen, da sich dadurch der pH-Wert ändern und der Zahnschmelz geschädigt werden kann.

 

Dr. Jaimeé Morgan: „Backpulver ist basisch und Zitronensaft ist sauer, d. h. bei der richtigen Mischung können sie sich gegenseitig neutralisieren. Wenn jedoch nicht im richtigen Verhältnis gemischt wird, besteht die Gefahr, dass die Säure im Zitronensaft bzw. die Schleifwirkung des Backpulvers den Zahnschmelz beschädigen. Patienten, die die geruchshemmenden Eigenschaften von Backpulver schätzen, würde ich empfehlen, es mit Wasser zu mischen und damit den Mund zu spülen anstatt die Zähne damit zu putzen.“ Um zu veranschaulichen, wie gefährlich der Kontakt mit Zitronensaft für die Zähne ist (gar nicht auszudenken, was erst beim Putzen passiert), zeigte uns Dr. Morgan ein Foto von einem ihrer Patienten, der gerne an Zitronenscheiben saugt.

Lemon-sucker

Bei diesem Patienten hat diese Angewohnheit zu starken Schäden am Zahnschmelz geführt! Das Zähneputzen mit einer selbstgemachten Mixtur aus Backpulver und Zitronensaft kann nicht nur den Zahnschmelz stark schädigen, sondern auch zu Zahnempfindlichkeit und Karies führen, da die Säure einen für das Bakterienwachstum optimalen pH-Wert im Mund fördert. Wir raten dringend, die Finger von diesem Hausmittel zu lassen! Sicher, das Backpulver mag harmlos sein, aber die Verwendung einer minzigen Zahnpasta wie Opalescence Zahncreme schmeckt und wirkt viel besser! Und noch einmal ganz deutlich: Putzen Sie AUF KEINEN FALL mit Zitronensaft Ihre Zähne! Das ist wirklich eine ganz schlechte Idee! Das Ziel ist doch eine Verbesserung und nicht eine Verschlechterung der Mundgesundheit!

Fazit:

Dr. Morgan empfiehlt, diese Hausmittel zur Zahnaufhellung zu vergessen und einfach konsequent mit Opalescence Zahncreme zu putzen. Anstatt Schmelzschäden zu riskieren, bat Dr. Morgan ihre Patientin, sich die Zähne mit Opalescence  Zahncreme zu putzen, um die Reste von Aktivkohle und Plaque-Indikator zu entfernen – mit strahlenden Ergebnissen!

 

 

Weitere Informationen zu einer gesunden und wirksamen professionellen Zahnaufhellung erhalten Sie unter ultradent.com/de oder opalescence.com/de.

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