Wovon Anwender schon lange geträumt haben: Endo-Eze MTAFlow – das erste MTA mit optimalen Eigenschaften!

Während der IDS in Köln veranstaltete Ultradent Products exklusive Experten Sessions für interessierte Zahnärzte. Den Mittelpunkt der Sessions bildeten aktuelle Anwendungsthemen, klinische Diskussionen, Behandlungsprotokolle sowie Tipps und Tricks rund um die neuesten Produktinnovationen. In entspannter Atmosphäre, begleitet von leckeren Snacks und Getränken, hatten die Teilnehmer darüber hinaus die Gelegenheit, Fragen zu stellen und praktische Erfahrungen mit den entsprechenden Produkten zu sammeln.

Dr. Carlos Ramos.jpgAls Experte für die Session “Wovon Anwender schon lange geträumt haben: Endo-Eze MTAFlow™ – das erste MTA mit optimalen Eigenschaften!” fungierte Professor Carlos Spironelli Ramos, DDS, MS, PhD aus Brasilien. Seit über 20 Jahren ist er als Professor und internationaler Referent tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher Bücher und Publikationen. Professor Spironelli Ramos hält drei internationale Patente, welche für verschiedene, weltweit erhältliche Geräte eingesetzt werden.

Zu Beginn der Session beleuchtete Professor Spironelli Ramos die allgemeinen Vorteile von MTA. Dabei stellte er heraus, dass jedes MTA Calciumhydroxid in großer Menge freisetzen kann. Dieses wiederum bildet Hydroxyapatit. In Kombination mit einem sehr hohen PH-Wert kann eine antibakterielle Wirkung erzielt werden. Jedoch wird MTA nicht wie Calciumhydroxid resorbiert. Vielmehr verbleibt es als stabiles Material dauerhaft im Mund.

In der Vergangenheit stellte das Mischen von MTA häufig eine Herausforderung dar. So hatten die Partikel des ersten, am Markt erhältlichen, MTAs eine Größe von 200 μm. Die Partikelgröße ist für die Mischprozedur entscheidend, daher war dies viel zu groß. Generell gilt: Je kleiner die Partikel, desto besser die Mischbedingungen, da entsprechend die äußere Kontaktfläche für Flüssigkeit größer wird. Vor diesem Hintergrund befasste sich Ultradent Products detaillierter mit MTA. Das Ergebnis der Forschung und Entwicklung ist ein innovatives Neuprodukt namens Endo-Eze MTAFlow.

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Neben deutlich kleineren Partikeln enthält Endo-Eze MTAFlow ein Hydrogel anstelle von Wasser. Das Gel sorgt für eine bessere, wesentlich glattere und gleichmäßigere Textur. Bei der Verwendung anderer Produkte sind die kleinen Körnchen und Partikel buchstäblich am Instrument fühlbar. Bei Endo-Eze MTAFlow ist dies nicht der Fall. Das Gel enthält ein Verdickungsmittel und spezielle Inhaltstoffe zur Verbesserung der Textur. Diese sind darüber hinaus auch in anderen Medizinprodukten enthalten. Verschiedene weitere Komponenten des Gels begünstigen die idealen Mischeigenschaften zusätzlich.

Die äußere Gelschicht von Endo-Eze MTAFlow bietet Schutz gegen Wasser. Sie sorgt einerseits für ausreichenden Kontakt von Wasser und Material. Andererseits verhindert sie Wasserüberschuss von außen. Dies spielt zum Beispiel bei der direkten Pulpaüberkappung eine elementare Rolle. Andere Materialien werden in solchen Fällen leicht ausgewaschen, während Endo-Eze MTAFlow zuverlässig in Position bleibt.

Das Auffinden des Foramens stellt eines der Hauptprobleme in der Endodontie dar. Kalzifikationen müssen entfernt werden, um den Zugang auf sichere Art und Weise zu ermitteln. Währenddessen ist die Gefahr einer Perforation recht hoch. Früher wurde Calciumhydroxid verwendet, jedoch mit unbefriedigenden Ergebnissen. Endo-Eze MTAFlow zeigt sich diesbezüglich als deutlich besser geeignet.

Ein korrektes Mischverfahren mit MTA umzusetzen, galt bisher als ebenso komplex. Endo-Eze MTAFlow kann allerdings nun individuell in jeder gewünschten Konsistenz gemischt werden, gemäß der Anforderungen der Anwender.

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Genauso unkompliziert und ideal kontrollierbar ist die Applikation mit Hilfe einer dünnen Spritze und einem 29 ga NaviTip TM. Die Verwendung größerer Spritzen und Kanülen kann den Innendruck reduzieren und zu einem suboptimalen Applikationsprozess führen. Außerdem würde eine zu große Menge Material in der Spritze verbleiben.

Hands-on:

Im praktischen Teil der Session zeigte Professor Spironelli Ramos den Teilnehmern detailliert das Anmischen verschiedener Konsistenzen.

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Der Packungsinhalt von Endo-Eze MTAFlow umfasst eine technische Anleitung mit diversen Anwendungsvorschlägen. Je nach klinischer Situation können Anwender das Pulver-/Flüssigkeitsverhältnis jedoch individuell adaptieren oder modifizieren. Der spezielle Endo-Eze MTAFlow-Messlöffel mit einer kleinen und einer größeren Einheit dient dazu, die gewünschte Dosis ganz bequem aus der Flasche zu entnehmen.

Zuerst wird die entsprechende Menge Pulver auf einen Anmischblock gegeben. Nach dem Schütteln der Gelflasche zur Entfernung von Blasen, werden drei kleine Tropfen Flüssigkeit sowie etwas zusätzliches Material auf den Anmischblock geträufelt.

Die Verwendung eines Kunststoffinstruments zum Mischen ist nicht empfehlenswert. Metallinstrumente eignen sich deutlich besser dafür. Da das Pulver sehr fein ist, sollte das Material vorsichtig angemischt werden. Auf diese Weise wird die Konsistenz angenehm und fließfähig. Nachdem eine gleichmäßige Textur erzielt wurde, wird das Material mittels eines Metallspatels in eine Spritze gefüllt. Ab diesem Zeitpunkt ist es 15 Minuten haltbar. Final kann es ganz einfach in kleinen Portionen aus einer dünnen Spritze und dem NaviTip ausgebracht werden.

Dank des hydraulischen Drucks in der Spritze ist das Material bei der Applikation gleichermaßen fließfähig und standfest. Dies garantiert ideale Form- und Modellierungseigenschaften.

Das Einbringen des Materials in Kavitäten initiiert den Dehydratisierungs- und Abbindeprozess. Je nach Konsistenz variiert die Abbindezeit. Sobald MTAFlow seinen Glanz verloren hat, kann mit dem Aufbau der Restauration begonnen werden.

Herkömmliche MTA-Produkte auf Basis eines Wasser-/Pulver-Gemischs lösen sich in Kombination mit Wasser auf und werden ausgeschwemmt. Im Gegensatz dazu ist Endo-Eze MTAFlow vollständig wasserresistent. Es wird durch den Einfluss von Wasser nicht verdünnt und folglich nicht ausgewaschen.

Anwendertipp/Beispiel 1 – Liner:

Ein klinischer Fall erforderte die Entfernung einer großen, tiefen Kariesläsion, was in Folge zu einer entsprechenden Exposition führte. Das Pulpagewebe konnte jedoch erhalten werden. Professor Spironelli Ramos empfiehlt daher, etwas Endo-Eze MTAFlow auf die expositionierte Stelle und das Pulpagewebe zu applizieren. Nach etwa 5 Minuten sollte der Bereich mit einem Liner abgedeckt werden, z. B. mit Ultra-BlendTM plus, PermafloTM oder anderen fließfähigen Komposits. Endo-Eze MTAFlow setzt Calciumhydroxid frei und reagiert in Verbindung mit dem Pulpagewebe. Nach der Lichthärtung des Liners oder des fließfähigen Komposits, mit einer VALOTM Polymerisationsleuchte, kann geätzt und gereinigt werden. Der große Vorteil ist, dass sich das Material weder auflöst noch auswäscht. Ebenso wird durch dieses individuelle Verfahren eine Verfärbung des Zahns vermieden.

Anwendertipp/Beispiel 2 – Apexifikation:

Professor Spironelli Ramos schilderte einen weiteren Fall aus seiner Praxis. Hierbei handelte es sich um ein Kind mit einem Trauma. Der Wurzelkanal war dank diverser Behandlungsmethoden und -geräte ausgezeichnet zu reinigen. Früher wurde Calciumhydroxid als temporärer Einsatz verwendet, der alle 6 Wochen gewechselt werden musste. Heute ist stattdessen problemlos die Verwendung von UltraCalTM möglich, welches zuverlässig eine Calciumhydroxidschicht erzeugt. Im nächsten Schritt wurde im vorliegenden Fall eine Schicht Endo-Eze MTAFlow aufgetragen und das Kind durfte sofort im Anschluss nach Hause gehen. Nach 24 Stunden konnte bereits die Obturation erfolgen – sogar mit thermoplastischen Techniken, falls gewünscht. Alternativ könnte eine Single-Cone-Technik durchgeführt werden. Fertig!

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Fragen und Antworten

 

F: Wie interagiert Endo-Eze MTAFlow mit dem Apexgewebe oder der Perforation?

A: Die Wechselwirkung zwischen Endo-Eze MTAFlow und Gewebe erfolgt durch die Freisetzung von Kalzium sowie durch die Erhöhung des pH-Werts.

 

F: Was ist zu tun, wenn Endo-Eze MTAFlow im Falle einer Perforation zum Einsatz kommt und dabei kontinuierlich weiter fließt?

A: Die Antwort ist simpel: Es muss lediglich die Konsistenz verändert werden. Fließt das Material weg, muss die Konsistenz etwas verdickt werden. Endo-Eze MTAFlow bietet in diesem Rahmen alle Möglichkeiten!

 

F: Kann Endo-Eze MTAFlow bei einer Apexifikation direkt angewendet werden oder muss vorher UltraCal zum Einsatz kommen?

A: Endo-Eze MTAFlow kann in Kombination mit UltraCal oder auch direkt, also ohne UltraCal, eingesetzt werden. Bei der vorherigen Anwendung von UltraCal wird die Extrusion von Endo-Eze MTAFlow zu einem gewissen Grad vermieden.

 

F: Wie ist Endo-Eze MTAFlow preislich positioniert?

A: In Anbetracht der zu verwendenden Menge ist es absolut wettbewerbsfähig. Besonders der Kauf eines Kits ist äußerst interessant.

 

Erfahren Sie hier mehr über Endo-Eze MTAFlow.

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